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05.02.2012 // Rothaus Poison Cup - Büchel   

Fahrer: Mark

3.8 km, 85 hm per Lap – 66 min + 1 Lap

As an early form test i decided to enter the Shorttrack-Race-Series from Rothaus-Poison Bikes wich consists of four races in Büchel, Kottenheim, Adenau, and Boos.

OMG!!! Race day minus 11°, snow and a rock solid track should be fun!

The track here is not to spectacular but consists of one downhill followed by a climb back up to the start with a couple of wooded sections.

The start went ok and i managed to position myself near to the front of the field. The race was pretty uneventfull with myself managing to hold a steady position until after 30 minutes of racing on a downhill section a root or a stone punctured the rear tire and the hole was just to big for the milk to repair, DNF.

'Oh well, better luck next time' one of the spectators remarked. With a reluctant smile i thank him an went for a shower.

CU soon Mark

 

25.02.2012 // Deutsche Meisterschaften 12 h Indoor Rotenburg a. d. Fulda   

Fahrer: Sonja / Peter

164 Runden mit 6.000 hm, 210 km – 2. Platz 2er mixed

Sonja: Aus der kalten Hose

Mal eben so mitten aus dem Winterkrafttraining heraus reisten wir nach Rotenburg an der Fulda, um ein Event der anderen Art zu fahren. Indoorbiken, ohne Schlamm und doppelten Boden? Nicht ganz! Ausgetragen wurde das Ganze auf dem Gelände eines 4* Eventhotels. Das großzügig angelegte Übernachtungshaus, aufgeteilt in einzelne separate Häuser und einer Eventhalle, war am Hang gelegen, so das sich der Höhenunterschied der Strecke quasi von selbst ergibt.

Start und Ziel war in der Eventhalle, in der sich logischerweise auch ein Teil der Strecke befand sowie das Fahrerlager, Verpflegung (incl. Mittags- und Abendbuffet in der Vip-Lounge) und weitere Annehmlichkeiten von der Massage bis zu den gekachelten Nebenräumen.

Morgens pünktlich um 8 viel der Startschuss. Die Horde von 177 Fahrern (je ein Fahrer Pro Team, bei 2er, 4er, 6er Teams und natürlich die harten Einzelfahrer) startete in der Halle und bewegte sich dann erst mal in´s Außengelände. Kurz über Asphalt durch künstliche Schikanen und nach einer 180° Kehre auf gewohntes Terrain in Form von matschigem Untergrund und Schotter eine Abfahrt runter. Auf der Breite eines Meters kurz an der Hauswand lang und ab in die unterste Ebene der Tiefgarage. Nun wiederum einer vorgegebenen Spur mehrere Ebenen hinauf und über die Garagenausfahrt wieder ins Freie. Das schlimmste Stück. Man sollte nicht glauben, wie giftig so eine blöde Ausfahrt ist. Mir brannten bisweilen ziemlich die Oberschenkel. Aber die Garage selbst hat irre Spaß gemacht. Alle waren irgendwie am rutschen, nur ich nicht. In einem Guss dadurch, echt lustig. Danach auf Pflastersteinen noch etwas weiter hinauf, 180° Kehre runter, 180° Kehre wieder hoch und ab in einen lustigen Trail, der Runde um Runde ein neues Gesicht bekam, auf einer Breite von gefühlten 50 cm (der Trail lief an einem Minihang lang). Gutes Gleichgewicht war hier von Nöten. Deshalb standen auch den ganzen lieben langen Tag mehrere Jungs mit Schaufel zur Stelle und präparierten beständig die Abfahrt mit neuem Sand, um schlimmeres zu vermeiden. Der Minidownhill endete auf einer Wiese, die man so eigentlich nicht mehr titulieren sollte. Von den verregneten Vortagen heftig durchweicht, führte die Strecke auf derselben ums Haus und wiederum über eine gepflasterte Auffahrt mit künstlichen Hindernissen zurück in die Halle.

Schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit hatten sich die ersten drei Teams vom Rest abgesetzt, lagen aber alle drei ganz dicht beieinander. Aber so wie die Ersten uns so nach und nach zwei, drei Runden abnahmen, verwiesen wir das drittplatzierte Team weiter nach hinten. Daran hat sich dann auch bis zum Schluss nichts mehr geändert und, oh Jubel und Heiterkeit, so konnten wir sauber unseren Vizetitel nach Hause fahren.

Eine Runde hatte 1,4 km und 40 hm. Wer nachrechnet wird feststellen, das wir bei 164 Runden demnach etwas mehr als die oben angegebenen Kilo- und Höhenmeter hätten fahren müssen. Passt aber. Um diese Jahreszeit muss man abends ja noch mit Dunkelheit rechnen und kurz vor Dämmerung wurde der Downhill gesperrt und die Strecke direkt nach der Garagenausfahrt wieder in die Halle geführt. Verschiedene „Klimazonen“ hatten wir auch. Die Eventhalle war eigentlich angenehm beheizt. In den Pausen gut, beim durchfahren kam es einem super warm vor. Dafür war es in der Tiefgarage temperaturtechnisch Eiszeit und draußen hatten wir 10° und Sonne.

Gefahren sind wir im Team als 2er mixed. Unser „Staffelholz“ war eine Wäscheklammer, zu befestigen vorne an der Startnummer, die wir in turns zwischen 45 Minuten und einer guten Stunde gewechselt haben. Nächtlichen Unterschlupf fanden wir natürlich im Hotel. Mit der Nennung gleich in einem Rutsch zu buchen. Äußerst praktisch das Ganze. Vom Bett zur Startaufstellung und einige wenige Stunden, Kilo- und Höhenmeter später, direkt wieder an der Matratze horchen. Nicht zu vergessen das üppige Sonntagsfrühstück am Morgen danach.

War ein schönes Wochenende und einige von den üblichen Verdächtigen hat man auch schon mal wieder getroffen. Gemeinsam haben wir uns die frühe Rennluft um die Nase wehen lassen. Jetzt ist noch ein Trainingstrip ins schöne Bozener Oberland geplant und dann geht es ja auch schon bald wieder richtig los!

Peter:

Am 25.02.fand die Deutsche 12 h Indoor MTB Meisterschaft statt. Sonja und ich starteten als 2er Mixed Team ohne übertriebene Erwartungen. Denn wir waren beide in der Frühjahrskrafttrainingsphase und das Rennen sollte nur mal den Trainingsalltag bereichern.

Deshalb ging ich auch mit dem Trainings-29er an den Start, da die Rennversion sich noch im Aufbau befindet und die Zeit knapp wurde. So ging es dann am Freitag auf die erste Besichtigungsrunde. Tiefgarage: nach der dritten oder vierten Kurve hatte ich einen Highsider aufgrund des glatten Betonbodens. Der mir, beim wieder auf den Sattel kommen, denselben nachhaltig beschädigte. (Wintergewicht und Schwung machen es möglich). Sch… aber egal, tauschen wir dann zum Rennen.

Außenbereich: Rabatten/ Hangabfahrt steil und weich. Also gleich mal einen super Überschlag für die anwesenden Streckenbauer hingelegt. Zum Glück ohne weiteren Schaden. Dann Startbox beziehen und vor der Fahrerbesprechung noch im 4 Sterne Hotel Essen gehen.

Samstag um 5:30 Uhr war dann die Nacht zu Ende und das erste Rennen der Saison stand an. Frühstück im Hotel vor dem Rennen hat auch was. Selbst das speziell für uns zu kochende Frühstück klappte bei denen ganz brauchbar. (Nur die mitgebrachte Grundmischung hatte Sonja einen Hauch versalzen – egal, schwitzt sich aus).

Auf in die Halle warm und hell, draußen diesig und feuchtkalt. Na ja ist halt Februar aber wenigstens kein Regen in Sicht. Wir hatten uns auf 45min für Sonja und zu ca. 1h Törns für mich geeinigt und das Sonja startet. Sie kam auch ganz gut weg und drehte unspektakulär und zügig Ihre Runden. Dann kam mein Törn und ich musste feststellen das ein 29er nicht unbedingt die bessere Wahl auf so einem winkeligen kurvigen Kurs ist. Die schwierigen Abfahrten waren gar kein Problem aber die Tiefgarage blieb für mich rutschig und an den engen 180°Wenden verlor ich eher Zeit. Nach 3 h lagen wir auf dem dritten Platz mit schon 3 Runden auf den Vierten und so ließ es sich doch schon mal beruhigt fahren, ohne jedes Risiko nehmen zu müssen. Der vierte Törn stellte sich dann als der härteste da. Die Beine waren richtig DICK und ich befürchtete schon schlimmeres für die nächsten Abschnitte. Aber das ging dann lockerer als gedacht und entweder unsere Konstanz oder das Nachlassen unserer Konkurrenten ließ uns dann doch noch den zweiten Platz zur Halbzeit übernehmen. Das war dann auch der Endstand in unsere Klasse.

Ein klasse organisierter Event auf einer kurzweiligen Runde, bei der der Regen die Sache um einiges anstrengender und auch rutschiger gemacht hätte.

 

26.02.2012 // Rothaus Poison Cup – Kottenheim   

Fahrer: Mark

2.9 km, 90 hm per lap – 66 min + 1 lap

After arriving in Kottenheim it was off for a track inspektion to see what was instore. From the start is a fairly steep climb of 70 hm to the top of the track where it then drops back down into a few quite technical and dew to the rain, muddy an slippery tipical XC sections. All in all a well layed out track with a bit of everything.

The start went ok and the start hill would prove to be the deciding factor who was going to be at the front, after the first couple of laps i was positioned at the midfield around about position 10 with three or four other riders and after a couple more laps all was going well when on a rough stony downhill section the rear tyre punctured. Silence!

'WHAT THE F“%§' !!??? another DNF cos of a flat, i don´t believe it! Oh well, better luck next time eh!

CU soon Mark

 

24.03.2012 // Trainingslager Oberbozen   

Fahrer:Sonja / Peter

Aufenthaltsort mit Blick auf den Hauptkampfplatz des Jahres

Bei bestem Wetter kamen wir oberhalb von Bozen auf 1300 Meter in Oberbozen an. Geplant waren zehn Tage Training für Grundlage, Technik, Ausdauer in der Höhenluft der Dolomiten. Unsere Unterkunft war ein modern renovierter Bauernhof weit weg von Zivilisation und Unruhe.

Da die Skisaison in den letzten Zügen lag und die Wandersaison noch nicht begonnen hatte, konnte wir uns auf den Trails nach Herzenslust austoben ohne jemanden zu stören. Was wir auch reichlich genutzt haben. Rund 400 Kilometer und 14000 Höhenmeter haben wir unter die Stollen genommen. (Peter etwas mehr. Der hat dann schon mal 800 hm vor dem Frühstück gemacht). Und das mit meistens kurzer Hose. Wer will denn da nach Mallorca?

Das Gebiet ist toll. Trails vom allerfeinsten direkt aus der Haustür. 1000 Höhenmeter im Stück, auch auf Asphalt, auf wenig befahrenen Straßen, gutes Essen, tolle Luft und ein super Panorama sorgten für einen entspannten Aufenthalt. In unserer FeWo auf dem Trotnerhof hatten wir es gemütlich und wurden von Rosa und Konrad noch mit selbstgebackenem Brot und Produkten vom Hof verwöhnt. Bestens geeignet zur maximalen Beschleunigung der Beine und Entschleunigung des Kopfes.

 

22.04.2012 // SKS-Kellerwald Bikemarathon   

Fahrer: Sonja / Peter

Sonja: 80 Km, 2.000 hm – 1. Platz Seniorinnen III ( 5:23:17)

April, April

Das einzige Problem was ich im Vorfeld hatte war der Gedanke daran, um vier Uhr morgens aufzustehen. Das wiederum sollte sich als mein geringstes Problem an diesem Tag zeigen. Ganz gegen meine Erwartung kam ich brauchbar aus der Horizontalen und kurz vor fünf ins Auto. Peter kutschierte uns die zweieinhalb Stunden rüber nach Gilserberg derweil ich noch so vor mich hin sinnierte, was der Tag wohl bringen wird. In Gilserberg angekommen, mogelten wir uns durch ins Fahrerlager und sicherten uns einen strategisch günstigen Parkplatz.

In Abschluss der Startvorbereitungen platzierte ich mein Aufzeichnungsgerät am Lenker und schau an, das erste Problem war da. Totalausfall!!! Was soll das denn jetzt wieder. Vor zwei Tagen hatte ich doch noch die Batterie gewechselt und jetzt alles tot? Kurzerhand sprach ich einen Herrn an, der da gerade stand und sein Brot aß. Also ´ne Euromünze zum Aufschrauben und das Messer zum Batterie rausnehmen ausgeliehn, nur um sie dann wieder reinzulegen und festzustellen, dass alles beim Alten blieb. Sollte ich die leere Batterie erwischt haben? Egal, dann eben ohne Aufzeichnung und nach Gefühl und Wellenschlag.

Kurz vor neun am Sonntagmorgen. Aufgrund der Problematik mit meiner Pulsuhr war ich bannig spät dran und drängelte mich, zum Missfallen einiger männlicher „Kollegen“, bis zu Peter vor. Dann gings auch schon los. Die Einführungsrunde und der fliegende Start waren richtig gut. Da fuhren wir ja auch noch auf Asphalt. Kurz danach nicht mehr. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal so einen pappigen Boden hatten. Eben dieser Gummibandzurückziehmechanismus. Über die kompletten Tretstrecken und Anstiegen. Und dann die Downhills. Knietiefe Schmöttke, Schlamm in allen Konsistenzen und das Ganze mit gutem Lehmanteil. Kann sich jeder vorstellen, wie sich nasser Lehm verhält. Die Wiesenauffahrt, schon in der ersten Runde eine Rutschpartie, wurde, wie alles andere auch, in der nächsten Runde nicht besser. Und da ich meinte, eingangs der zweiten Runde noch eine direkte Bodenprobe nehmen zu müssen, hatte ich dann mein Problem Nummer zwei. In hohem Bogen übern Lenker und straight ahead in die Matsche. Dumm war nur, dass darunter auch noch Steine waren. Also nichts mit weicher Landung. Kurzer Systemcheck – Sattel, Lenker gerade, Satteltasche, Luftpumpe und sonstiges Zubehör am Platz, Körperfunktionen aktiv. Na ja fast. Direkteinschlag auf beide Knie, autschn. Für einen gaaanz kurzen Moment war ich versucht zurück zu fahren. But shit happens. Prellungen werden schließlich besser abtransportiert durch leichte Bewegung und Aufgeben gilt nicht. Hat sich auch gelohnt. Gefühlte fünf Kilo schwerer durch den ganzen Schlamm an mir und meinem Rad ging ich als Erste in meiner Altersklasse über die Linie. Das war Trost für die geschundenen Knie, für die Strapazen, den Hagel und Regen, die kühlen Temperaturen zwischen drei und acht Grad. Und dann war es auch wieder irgendwie schön gewesen. Die Atmosphäre, die Leute und ab und zu hat sich sogar die Sonne gezeigt.

Peter: 120 km, 3.000 hm – 14. Platz Masters II (6:36:12)

Tiefstart in die Outdoor-Rennn-Saison.

So das war dann Kellerwald 2012. Nach 2007 ohne gültigen Zieleinlauf diesmal zwar mit Ergebnis, aber dennoch mit mehr Schwierigkeiten als erwartet.

Der Untergrund (man kann beim besten Willen nicht von „Boden“ reden), war Schlamm in allen Vorkommensarten. Die Abfahrten Schlammflüsse als Wege und die Wiesen hatten eher etwas mit Mooren gemein. Ansonsten war es aber trotzdem ein schöner Beginn. Abfahrt nach Kellerwald um 05:00Uhr, Fahrtzeit 2:45Std., Startunterlagen abholen, Rad vorbereiten noch mal auf das WC, wie immer wird die Zeit knapp. Also kein warmfahren GRRRRRRR.

Startaufstellung 9 Uhr. 1000 Leute sind echt viel. Einführungsrunde: dann jetzt warmfahren und nicht schon überziehen. Start/ Ziel-Durchfahrt und die normale Hatz bis zum Geländeeinstieg geht los. Es läuft gut, mehrere Bekannte aus dem NRW-Nutrixxon-Cup überholt. In einer Gruppe mit einem bekannten aus dem großen Bad Salzdettfurter MTB Team. Kurz nach der Verpflegung konnte ich dann noch Peter Wortmann von Zens 9er Racing Einholen mit dem hätte ich gut weiterfahren können, wenn nicht mein Hinterreifen plötzlich Luft verlor.

Also HALT und Ursachenforschung. Durchstich! Also Pumpe raus und hoffen das nachpumpen reicht. Gruppe weg. Also ihnen hinterher, sind ja noch 95 km. Runde eins geht mit mehreren heftigen Rutschern zu ende. 1:47 Std. Runde zwei: Die Beine werden etwas müder, Tribut an die Bodenverhältnisse. Zitat J. Wies: „Wie Pattex“. Langsam sammelt sich wieder eine kleinere Gruppe. Bis ich dann einen sehenswerten Sideflip 300° in eine Schlammrinne vollführte. Wie in 2011 beim NRW Finale nur weicher und auf die linke Seite. Lenker schief, Pelle am Knie ab, rauf auf`s Flash, Comuterblick! WELCHER COMPUTER??? Nicht schon wieder. Also halt, diesmal wird gesucht. 90sec. später ist das gute Teil geborgen. Der Tachohalter aber so verschlammt, das das montieren zum Schrauberakt wird. Nu aber!

Auf in die Verfolgung, sind ja noch 75 km. Am höchsten Punkt der Runde der zweite Hagelschauer, dann wieder Sonne. Der erste lange Downhill, gesamt waren es 6 Stück pro Runde, hatte sich von feucht bis Schlammig in SCHLAMMIG bis MORASTIG verwandelt. Das Durchschnittstempo sinkt weiter. Die Fahrspur durch die Wiesenauffahrt ist jetzt unfahrbar. Also das steilste schieben. Als ich oben bin, zucken die Oberschenkel doch verdächtig. Und wieder ein paar Fahrer eingeholt. In Kellerwald ist eine Gruppe zum flotten vorankommen dringend nötig, denn der Wind und die erreichbaren Geschwindigkeiten im flachen sind doch erheblich. Allerdings blieb mir diesmal das Glück oder Pech treu. Fast am Ende des 5ten oder 6ten Downhills konnte ich einen Fahrer nicht passend überholen und kam dann beim hinterherrutschen kurz zu Fall. Das nahm ich dann gleich zum Anlass meinen Hinterradreifen noch mal nachzupumpen, denn der war doch schon wieder etwas „weicher“ geworden als mir recht war.

Wieder allein und noch 50 km zum Ziel. Aber bekannter Weise ist es ja der WEG der das Ziel ist. Also durch den Rest der zweiten Runde geekelt und nach 2 Std 20 min mit neuem Schwung in die LETZE Runde gestartet. Die lief dann auch sehr gut, wenn man von den schon brennenden Oberschenkeln und den Sturzbedingten Zipperlein absah. Die Abfahrten waren jetzt wenigsten gleichmäßig. TIEFSTER Morast. Die Flachpassagen saugten schön am Reifen und die steilen Anstiege die letzte Kraft aus den Beinen.

Nach der letzten Verpflegung holte mich dann die schnellste Dame über die 120 km ein und dank der konnte ich mich noch an zwei vor mir liegenden Fahrern vorbei ARBEITEN. Denn das war eine echte Malocherstrecke, jede Kurbelumdrehung ein Kraftakt. Nach 6:36 Std im Ziel (so lange bin ich noch nie Marathon gefahren) hatte ich echt den Kaffee auf und war fertig. Zero-km ins Ziel. Viel länger hätte es auch nicht mehr gehen sollen. Denn in 7 Tagen ertönt der Startschuss zum Harzcup in Bad Harzburg. Trotzdem war es ein gutes Rennen, nicht schön aber eine Herausforderung mit Anspruch.

 

22.04.2012 // XTERRA Schleiden   

Fahrer: Mark

8 km Lauf/200Hm - 23 km MTB/690Hm - 3,7 km Lauf/95Hm – 6. Platz SenII (2:25:11)

This event is held in the small village of Schleiden in the Eifel region, and dew to the heavy rain of the last few days was definatley going to be a wet and very muddy affair!

Anyway after arriving at the track the weather was windy but the rain had subsided and the sun was trying its best to break through the clouds. This event is broken down into an 8 Km cross country style run followed by a 23 Km Mountainbike course and then another 3,5 Km cross run to the finish.

After picking up my start papers from registration it was time to look at the track. The cross run track was Hilly, Muddy, Very wet (stream crossing),Slippy and Oh!... did I mention Muddy!!! The MTB track was nothing to technical, but with 230 Hm on a 7,5 Km lap and under very wet and mega sticky conditions should be fun!!

The start of the cross run was quite a bunched up affair with a bit of josteling for position before the single trail section with quite severe up and downhill parts which really sapped the energy out of the tank. Towards the end of the lap there was a small stream crossing which would have to be crossed every lap wether it be on foot or on bike. A small bridge had been built to make it easier to cross whilst running, but on the otherside was a field that looked like one of the sections of a Stong man event, Thick'n'deep, sticky shoe swallowing mud. Hmm 7 times through this section and only two shoes, Should I be worried!!

I finished the first 8 Km run in around 38 mins which was reasonable, but due to the conditions had used up a lot of fuel, so as I started the 24 km MTB section I found it a bit hard to get into a decent rythm on the first climb, but after that all went well and I started to pick off a few other riders who were obviously struggling with the conditions, and I still had both shoes!!

After completing the bike stage in Hr 1:25 it was on to the last 3,7 Km cross run, and as I climbed back into the running shoes I knew that it was not going to be a pretty sight watching me run the last lap! Well anyway to cut a long story short the last lap, to be honest, was a painfull 21 mins experience which left me thinking just before the finish line 'Never Again'. I crossed the finish line in a time of Hr 2:25 and 6th place in my class.

And, I still had both my shoes!! 'See you again next year'

CU soon Mark

 

28.04.2012 // Nutrixxion-Marathon-Trophy Sundern-Hagen   

Fahrer: Mark

55 km, 1.290 hm – 24. Platz SeniorenII (2:38:04)

So at last! The start of the Nutrixxion-Marathon-Trophy. The SKS-Bike Marathon in Sundern-Hagen and traditionally the first race of the series with a full (1600) and high quality field of riders.

A really well organised event from begining to end with friendly service and helpfull volunteers who deserve a well earned pat on the back for a job well done! Sunshine and Mud!! After checking in to my start block I recognised Karsten from DIN-Team, also a seasoned 24hr racer from Duisburg, plans/hopefull expectations for 2012 were exchanged including best wishes for the race ahead.

As the race started the sun had really begun to show its self from its best side and with the temperature rising it was on to the first uphills section through the local villages. With a start number of 683 I decided to push quite hard for the first ten minutes up the first hills so not to get stuck at the first 'Bottle Neck'. As the course left the asphalt and climbed the first offroad section everyone got a taste of the mud which was going to cling to every part of bike and rider.

The track and the race were fairly uneventfull and apart from the mud which naturally slowed the times down a bit I managed a good pace to finish a steady 24th in a time of hr 2:38.

CU Soon, in Wetter!

Mark

 

29.04.2012 // Bio Racer Marathon Bad Harzburg   

Fahrer: Sonja / Peter

Sonja: 80 km, 2.300 hm – 3. Platz Damen gesamt (4:47:32)

Bad Harzburger Rundenklau

Zwei dicke Knie, linke Hand lädiert, Moral im Keller (zumindest noch am Vortag). Aber mal von vorne das Ganze. Nachdem sich meine mit Blutergüssen unterfütterten Knie vom kellerwaldschen Sturz einigermaßen erholt hatten und ich mit moderatem Rennradrollern mich soweit wieder für Bad Harzburg hergestellt hatte, fand ich mich am Samstag vor dem Rennen abermals in Rückenlage wieder. Als wir am Samstagmittag unsere Vorbelastung gefahren sind und eigentlich schon auf dem Weg nach Hause waren, nur noch diese kleine Treppe runter, noch drei Kurven und ab in den Stall ?=)(/&%$§.... da hat´s mich ziemlich unsanft auf den Asphalt geschmissen. Nach der Treppenabfahrt hat sich meine Kette verabschiedet und als ich Gas geben wollte, trat ich halt ins Leere. Krawumm, und wieder auf die Knie. Ob ich da wohl meine Kündigung für diese Saison schon in der Hand hatte. Scheiße weh tat das. Aber jetzt waren wenigstens beide Knie rundum hämatomisiert und ich brauchte mir keine Gedanken mehr darum machen, welchen Fuß ich beim gehen, treppen steigen etc. zuerst belaste um auszugleichen. Und mit dem Sturz viel irgendwie auch meine Motivation. Am Nachmittag lag ich mit Eispacks auf dem Sofa, leckte Wunden und bedauerte mich selbst. Obwohl – Lust zu fahren hatte ich tief im inneren schon. Aber wie soll ich den Lenker halten und die Kurbeln in die Runde kriegen und das über ein Zeitfenster von um die sechs Stunden? Und überhaupt – ich bleib einfach auf dem Sofa liegen. Drei Stunden später: fahren wir morgen erst mal los, vorsichtshalber nehme ich mir ein Buch mit aber probieren ob es geht werde ich auf alle Fälle.

Sonntag: die übliche Zeit zum aufstehen – vier Uhr!!! Wir waren zeitig in Bad Harzburg und fanden uns in der neuen Lokation auf der anderen Seite des sonst üblichen Start/Ziel-Bereichs an der Rennbahn wieder. Die Sonne lachte bereits vom Himmel und wir waren dank des Prowell-Harzblut-Teams direkt an der Strecke stationiert. Alles gut! 9H45 Start. Ich beschloss moderat ins Pedal zu treten, erst mal checken. Ging eigentlich recht gut. Den Lenker konnte ich zwar nicht besonders halten mit der linken Hand, die Knie dröhnten aber ansonsten, die Muskeln wollten wohl. Gut, eine Runde geht immer und dann sehen wir weiter. Der ersten lange Anstieg: Hand zwischendurch ausschütteln, Knie dröhnten aber die Muskeln wollten wohl. Die erste Runde geht zu ende. Hand wurde nicht schlechter, Knie dröhnten, Muskeln wollten noch. Gut nehm´ ich noch die zweite Runde mit. Hand wird besser, Knie dröhnten, Muskeln wollten immer noch. Dritte Runde: etwas beschwerlicher. Aber wenn ich die jetzt schaff´, dann kommt schon die vierte und durch die letzte kann ich mich dann auch noch ekeln. Aber ab der Vierten hatte ich dann lustiger. Einer der Herren, der mich in der ersten Runde überholt hatte, tauchte plötzlich vor mir wieder auf. Das zieht und gibt Moral. Wo ich doch die Anstiege eher im Wellnestempo bewältigte. Und dann hatte ich richtig Lust, noch weiter zu fahren und die veranschlagten sechs Stunden und die fünfte Runde voll zu machen.

Voller Eifer, im Kopf bereits meine verpflegungstechnischen Versorgungsabläufe für die letzte Runde zurecht gelegt, kam ich um die Kurve auf Start/Ziel und wollte durch die Rundendurchfahrt%&/()&%$§ Dicht!!!!! Einfach dicht gemacht! Was ist das denn?????? ZIELSCHLUSS!!!! So der Kommentar der Zeitnahme. Ja Herrschaftszeiten, dass habe ich in zehn Jahren Rennbetrieb noch nie gehabt. Coitus Interuptus bei Start-/Zieldurchfahrt. Ich war, gelinde gesagt, ein wenig von der Rolle. Nachdem ich erst einen Moment dumm rumgestanden habe, trollte ich mich Richtung Prowell-Harzblut Zelt, wo wir unsere Sachen hatten und war gerade dabei mich zu sammeln, als ich ausgerufen wurde. Man hätte sich versehen mit dem Zielschluss. Für die alte Strecke im Vorjahr war ein Zielschluss von 15 Uhr angesetzt, der in diesem Jahr auf 14h30 herabgesetzt wurde, um die Siegerehrung ein wenig zu straffen. (Ich wollte kurz nach Halb noch in die fünfte Runde). Es wurde aber leider versäumt, dies auszuschreiben oder zu erwähnen und es wurde nicht daran gedacht, das die Strecke diesmal 10 km länger war. Weil, als der veränderte Zielschluss beschlossen wurde, man noch von der alten 85 km langen Strecke ausging. Also kurz gesagt: Die Rennleitung hat schlicht versemmelt. Reuevoll kam Axel (Axel ich bin dir nicht böse) zu mir und entschuldigte sich. Und da mir keine Dame mehr gefährlich hätte werden können, wurde ich trotzdem als Dritte gewertet und bekam auch meine Punkte. Weil, sonst wäre ich nicht in der Wertung gewesen.

Alles soweit gut. Die letzte Runde wäre ich trotzdem gerne gefahren. Für mich wäre das irgendwie wichtig gewesen nachdem ich mich so weit durchgeschlagen hatte. Rein theoretisch hätte ich ja noch fahren können. Aber in dem Moment war ich so perplex, dass ich gar nicht daran gedacht habe. Egal jetzt, der Regeneration meiner Knie hat das bestimmt keinen Abbruch getan. Und schön war es in Bad Harzburg trotzdem wieder. Das neue Eventgelände ist echt gut. Und vielen Dank an das Prowell-Harzblut-Team. Hat echt Spaß gemacht mit euch.

Peter: 95 km, 2.800 hm – 9. Platz Senioren (5:02:21)

Bad Harzburg 4 Auflage

Bekanntlich sind aller guten Dinge DREI. Somit erklärt sich vielleicht wieso ich beim VIETEN Start in Bad Harzburg Nicht das „Glück“ der vergangenen Jahre hatte, nämlich ohne Defekt zu finishen. Diesmal erwischte es mich auch. Noch dazu in der ersten Runde auf einem neuen Streckenabschnitt, einer schnellen Wirtschaftswegabfahrt. Der Reifen verteilte jedenfalls seinen Inhalt an Pannenmilch schön über Sitzrohr und Fahrerrücken, aber leider reichte das nicht zum “stopfen“ des Einschnittes. Also innerhalb von 7 Tagen das dritte Mal Halt wegen „Luftknappheit“, nur diesmal ließ sich das fiese Loch nicht richtig dichten. Also grübel, grübel, Schlauch oder mit Schleicher bis ins Ziel versuchen. Ins Ziel Rad tausch erschien mir an diesem warmen trockenen Morgen die bessere der schlechten Ideen. Also los: leider kam dann da ja der noch unbekannte Teil. Schnelle Graswegabfahrt mit schönen Querwurzeln (nicht gut). Rechts-links-Kombis am Waldrand. (Auch nicht besser, Reifen wird DEUTLICH weicher) Straßenpassage kurz, dann flacher Feldweg mit tiefer Wasserrinne!!! also springen. (GAR nicht GUT). Luft wird weniger, doch jetzt kommt ja noch die löchrige Straßenabfahrt also Gewicht nach vorne und Wiegetritt HI-Rad schonen, vorletzte Kurve vor dem Zieleingangsschotterstück. Endlich Graskante denn jetzt ist die Luft raus. Bisher dachte ich immer wie blöd muss man sein wenn die mir auf der Felge entgegen kamen. Tja, ein Blick in den Spiegel reicht nun, um die Frage zu beantworten.

So war das Start/ Ziel Gelände erreicht und ich konnte mit der schnellen und professionellen Hilfe durch SÖREN von BIKEWERK das HI-rad tauschen und das Rennen fortsetzen. Vielen Dank noch mal dafür. In der Hektik vergaß ich zwar mir eine neue Flasche zu greifen, aber das ging auch noch so für eine Runde. So nun zum sportlichen Teil des Renntages. Durch den FÜNFTEN Platten der Saison und den Vierten innerhalb von zwei Rennwochenenden hatte ich natürlich den Anschluss an meine beiden Begleiter und Mitkonkurrenten um die Top Ten Plätze verloren. Dirk Hölscher ( Rapiro Racing) hatte zwar auch Reifendefekt war aber mit Schlauchwechsel doch deutlich schneller fertig als ich. Mike Oelschläger aus Halle lag zu dieser Zeit sogar noch vor Dirk aber nur so 1-2min und ich so 2-3min hinter Dirk. Keine gute Ausgangsposition, da man die Abstände immer super kontrollieren konnte. Denn die Strecke auf und von Start/ Ziel weg lief im Gegenverkehr. Aber 5 Runden sind ja lang. Zwar liefen die Beine nicht mehr ganz so gut wie vor den Zwangsstopps aber immer noch besser als gedacht nach Kellerwald. Denn die Trails bergauf waren echt wieder der Körnerfresser schlechthin. Zwar alles trocken bis auf die Bachdurchfahrt, aber trocken heißt auch schnell und schnell bergab kostet auch ganz gut Kraft und Konzentration. Vmax 67,5 km/h.. Aber die Singel Trails bergab waren wieder das Highlight in Bad Harzburg und die darf man immerhin fünf Mal bergab surfen.

Leider gibt es dafür auch fünf Mal Elfenstein bergauf mit bis zu 26% Steigung. Aber 5 km vor Ende der letzten Rund kam Mike wieder in mein Sichtfeld. Tja, da hieß es noch mal alles geben was noch da war. Ranfahren, überholen und sofort Meter zwischen mich und Mike bringen. Denn: ICH kann nicht sprinten. So bin ich denn den Rest der Strecke volles Rohr zu Ende gefahren und wurde doch noch in den Top Ten abgewunken. Schön war es wieder in Harzburg. Schade, das es Olli vom Prowell Team in der ersten Runde etwas heftiger erwischte (Schlüsselbein) und das ein Plattfuß in der dritten Runde Stefan vom Prowell-Harzblut Team eine deutlich bessere Platzierung versaute. Aber in Altenau wird wieder angegriffen und versucht, es besser zu machen.

PS: Meine besondere Hochachtung geht aber an Sonja, nach Sturz in Kellerwald auf beide Knie und dann noch der Abflug bei der Vorbelastung am Samstag. Ist IHR dritter Platz eher als SIEG zu sehen. Also noch mal Herzlichen Dank an alle Helfer und Organisatoren des Rennens aber vor allem an die Teammitglieder vom Prowell-Harzblut Team für die nette Aufnahme.

 

06.05.2012 // Bilstein   

Fahrer: Sonja / Peter

Sonja: 53 km, 1.300 hm – 1. Platz Seniorinnen II (3:15:00)

Schlammschlacht Nordhessen zum Zweiten

Mann, was war das arschkalt am Wochenende. Ich glaube das gesamte Starterfeld war am bibbern. Nass, kalt und ungemütlich bei, wenn es hoch kommt, 6° - und das unten am Start. Der höchste Punkt war aber auf 600 m, da war´s dann nur noch so 2°, gefühlte minus. Dafür waren die Toiletten (Räume) beheizt. Wenn das mal kein Luxus ist. Nee ehrlich, die Organisation war vom feinsten. Bikerfrühstück für umsonst, gleich neben der Einschreibung im großen Zelt, Massageangebot, nettes Orgateam und alles Drum und Dran im Infield eines Sportplatzes. Keine weiten Wege, super. Wenn man denn so nett empfangen wird, ist auch ein mega gruseliges Wetter nur noch halb so schlimm.

Wir waren, dank unserer neuen Sonntagsaufstehzeit 4 Uhr, wieder zeitig am Platz und konnten alles in Ruhe angehen. Peter auf der Langdistanz startete eine halbe Stunde früher. Bei mir ging´s um 10 Uhr los. An den Tagen vorher hatte es dort aus Kübeln geregnet, aber laut Streckensprecher war die letzte Nacht trocken und die Strecke gut fahrbar. Da weißt`e doch gleich bescheid! Schönreden nennt sich das!!! Aber was soll`s, die Bedingungen sind für alle gleich. Diesmal hatte ich vorsichtshalber ein Steckschutzblech montiert. Ist zwar super doof aber wieder volle Schlammwindel ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Der Start war lustig. Aufstellung auf der Aschebahn im Stadion, halbe Runde, hinten raus, ein klitzekleines Stück Asphalt und dann ins Gelände. Etwas Schotterpiste, dann kamen auch schon die ersten Trails. Auch bergauf. Ich hatte keine Staus, konnte um einige schiebende noch drumrum fahren und kam gut ins Rennen. Allerdings war ich auch froh und dankbar, dass ich auf der Mitteldistanz, die ich ja in der Serie beibehalte, nur eine Runde fahren musste. Das Wetter war echt gruselig und auch wenn der Boden, wie angekündigt, tatsächlich gut fahrbar war, zog es einem in dem tiefen Geläuf echt Körner ab. Zäh oder gar langweilig wurde es aber keinesfalls. Ich hatte ständig andere Fahrer in meinem Dunstkreis und an dem einen oder anderen Hinterrad konnte ich mal ein Stück dranbleiben und die Streckenführung war durchaus abwechslungsreich. Es wurden uns einige schöne Trails und Wurzelpassagen zur Bespaßung offeriert und was herausragend auffallend war, war das Aufgebot an Helfern, Sanis, Feuerwehr, THW und was weiß ich nicht alles an der Strecke. Grundsätzlich nach jedem Downhill, an Abzweigungen, bei den Zwischenzeitnahmen, drei an der Zahl, und und und. Wie die Heinzelmännchen, echt irre. Dazu waren noch drei Verpflegungen plus Start/Ziel-Verpflegung auf einer Runde von 53 km. Da bist´e ja mit ´nem Kilo Übergewicht wieder im Ziel. Megageil waren auch diese netten Holzschilder. Am Wegesrand stehend mit dem Hinweis „Bilstein Bikemarathon“, dem derzeitigen Standpunkt und die verbleibenden noch zu fahrenden Kilometer. Das kann manchmal gut sein oder auch nicht. Je nachdem wie dicke die Beine schon sind. Zusätzlich gab es noch nettere kleine Schilder mit der Angabe der noch verbleibenden Kilometer UND der noch zu fahrenden Höhenmeter. Besonders nett das vor dem letzten langen Anstieg. Ich wusste, dass ich da nochmal fast 400 hm im Stück habe, nun hatte ich es auch schwarz auf weiß. Auf 7 km mit zwei richtig schönen Rampen mittendrin. Da tanzen Quadrizeps und Co. ein letztes Mal Tango. Am höchsten Punkt der Runde angekommen, rollte es sich dann zügig und bitterkalt abwärts. Unterbrochen von zwei kleinen Kuppen (die waren bestimmt nur da, um Temperatur aufzunehmen), endete das Rennen mit der zweiten Hälfte der Stadionrunde. Mittlerweile im Regen! Armer Peter der musste zu dem Zeitpunkt noch ca. 2 Stunden fahren. Aber sein dritter Platz entschädigt doch für so manches. Und ich bin ganz Stolz auf ihn. In seiner Klasse ist es hart bis auf´s Podium, sehr hart.

Und die Duschen, die Duschen waren richtig schöööön heißßßßßß.

Peter: 106 km, 2.600 hm – 3. Platz SeniorenII (5:34:12)

…. Und wieder Regen und Kalt.

Der Hessencup hat dieses Jahr anscheinend einen starken Hang zum extremen. In Kellerwald noch mit Hagelschauern und tiefstem Boden, hatte Bilstein dann 4 -6° bei Nieselregen auf steilstem Terrain zu bieten. Das Starterfeld war kleiner, aber deshalb trotzdem nicht wirklich langsamer als bisher. So fand ich mich dann nach der ersten Hälfte der Runde damit ab, das ich der/den Spitzengruppen (mit Dirk Hölscher von Rapiro Racing) nicht folgen konnte.

Nun also erst mal als Solist die mögliche Pace ermitteln und durchhalten. Die Strecke war zwar feucht bis nass, aber gut fahrbar und sehr abwechselungsreich. Das erste Drittel der Strecke war eher mit Singeltrails rauf wie runter.

Das zweite Drittel rollte gut weg mit Anstiegen und Abfahrten um den Berg. Das dritte Drittel hatte es in sich mit einem langen und steilen Anstieg. Nach diesem Teil hatte ich wieder optische Anreize nach vorn, was das Rennen wieder interessanter und schneller machte. Dann noch ein heftig steiles Straßenstück und einige schöne Downhills.

Als ich in die zweite Runde ging kam auch gerade der Sieger der Mitteldistanz, die 30 min nach uns gestartet waren. Also ab in die die zweite und LETZE Runde des Tages. Und siehe da, da tauchte der nächste vor mir im feuchten Dunst auf.. Also ranfahren, durchatmen und dann Abstand gewinnen. Nach der Hälfte der Runde dann der nächste, das gleiche noch mal, denn die Beine wurden jetzt eher besser als schlechter.

Wenn die Pfade und Wege nicht immer tiefer und nasser Geworden wären, hätte es jetzt echt Spaß gemacht. Dann letzten eeeelend langen Anstieg raufgeekelt, denn die Gegner waren ja nicht fern. Die letzten Rampen erklommen.

Aber jetzt wurde die Kälte langsam zum Problem, nicht für die Technik, sondern für den Fahrer. Ich konnte nur noch mit Mühe die Kette auf das große Kettenblatt schalten denn der Daumen hatte weder Kraft noch Gefühl übrig. Aber es war ja nicht mehr weit. Aber da im Rohloff-Nordhessen-Cup die Gesamtfahrzeit zählt sollte man bis zum Ende auch alles geben. Platz drei im Rennen und somit auch im Cup, waren doch eine prima Entschädigung für das miese Wetter und die Quälerei an den Anstiegen. Denn der nasse tiefe Boden ist doch eher nicht so das,was meinem „Fliegengewicht“ im Rennen Vorteile verschafft.

Und das Ganze diesmal, Gott sei es gepriesen und getrommelt, ohne Defekt.

Jetzt ist erst mal ein Wochenende Pause. (vom Rennbetrieb)

 

20.05.2012 // Bergamont Marathon in Altenau   

Fahrer: Sonja / Peter

Sonja: 120 km, 2.300 hm – 2. Platz Seniorinnen (6:51:30)

Lang, länger, am längsten

In Anbetracht der Tatsache, das ich mich mal so langsam auf die langen Ritte einstimmen wollte (im Hinblick auf die Beskidy) und weil ich mir nicht wieder selber vorhalten wollte, dass ich`s nicht versucht hätte, nahm ich Altenau diesmal in der langen Version unter die Stollen. Ausgehend von einer Fahrzeit von um die sechs Stunden, war das für mich eine einschätzbare Belastung und zu schaffen. Letztes Jahr brauchte ich für die 80 km knapp vier Stunden bei trockenen, warmen Wetter. Die Wetterverhältnisse waren allerdings im Vorfeld noch ein Unsicherheitsfaktor den ich aber einkalkulierte. Aber noch unkalkulierbarer als das Wetter ist der ein oder andere Vollidiot. An einer Weggabelung einige Kilometer nach dem Start, also noch in der Anfangsphase des Rennens und somit auch noch mit einem dichten Fahrerfeld, meinte irgend so ein Scherzkeks aus lauter Boshaftigkeit die Wegmarkierung umhängen zu müssen (wie sich nachher herausstellte wohl deshalb, weil er sich gestört fühlte) und leitete mit dieser hirnrissigen Aktion ein Großteil der Fahrer in die Irre. In diesem Fall eine längere Abfahrt hinunter und natürlich dann auch wieder hinauf, nach Bemerken des Irrtums. Abgesehen davon, das alle Betroffenen, darunter auch Peter und ich, einen Hals bis zum Abwinken hatten, zog diese Aktion auch Zusammenstöße, Verletzungen und Materialschäden nach sich. Mal ganz zu schweigen von dem Zeitverlust. Bei mir in diesem Fall nicht ganz so ausschlaggebend. Ich wollte die Distanz in erster Linie bewältigen. Aber wenn man von 120 km noch 110 vor sich hat und dann schon unfreiwillig Sonderschicht fährt, hat der Verursacher dessen gut daran getan, sich nicht zu erkennen zu geben. Da wäre mir und meinen Weggefährten wohl der ein oder andere nicht jugendfreie Satz aus dem Gesicht gefallen!

Nach dem ich wieder Reisegeschwindigkeit aufgenommen hatte und im Rennfluss war, genoss ich bei strahlendem Sonnenschein die gelungenen neu hinzugekommenen Trailabschnitte der ersten Rundenhälfte. Eingangs des zweiten Teils der 40 km Runde in Form einer Acht (drei Runden á 40 km insgesamt) war wie gewohnt die Streckenverpflegung und dann kam der interessantere Streckenabschnitt mit vielen Trails, Wurzelpassagen und Downhills. Um noch ein wenig Pepp ins Geschehen zu bringen, hatten die Veranstalter noch eine Bergwertung im ersten Teil und eine Trailwertung im zweiten Teil der Strecke eingebaut. So fuhr ich lustig meine ersten 40 km und als ich bei Rundendurchfahrt auf den Chrono schaute, traf mich fast der Schlag: 2h20!!! Die Uhr geht falsch!!??! Letztes Jahr habe ich für eine Runde doch nicht mal zwei Stunden gebraucht. Oder bin ich so grottenschlecht? Beides nicht. Erst die Umleitung und dann der erhöhte Trailanteil des ersten Streckenabschnitts fressen halt Zeit. Na dann mal los. Um 14:30 ist Zielschluss, da muss ich durch sein für die dritte Runde. Also Beine in die Hand und Gas. Und irgendwie lief das dann beängstigend gut. Ich hatte den richtig Flow, besonders im trailigen hinteren Teil. Dann flott die letzten kurzen steilen Stiche und spaßigen Downhills auf Start/Ziel zu. Leere Flasche in hohem Bogen weg, neue grabschen, mit einer Hand und einem Bein schon weiter fahren uuuund durch in die dritte Runde. Geschafft!!! Zielschluss erreicht. Viel Spielraum war nicht mehr.

Nun konnte ich meine letzten 40 km in „Ruhe“ zu Ende fahren. Mental entspannt und körperlich noch fit war das noch eine schöne Runde. Die lieben Leute der Streckenverpflegung harrten aus, um mich noch ein letztes Mal mit den nötigen Kalorien zu versorgen und eine Stunde später sah ich dann nach fast sieben Stunden die Ziellinie. Schön war´s! Und zufrieden, es geschafft zu haben, kann ich zuversichtlich auf die Beskidy-Trophy schauen.

Wieder lieben Dank an das Prowell Harzblut Team, das uns ein weiteres Mal herzlich empfangen und Unterschlupf gewährt hat. Es ist einfach toll bei Euch und wir freuen uns auf das nächste Mal.

Peter: 120 km, 2.300 hm – 13. Platz Senioren (5:33:17)

Pleiten, Pech und Pannen in der 4. Auflage zum Bergamont Marathon in Altenau.

Oder mit den Worten von Stefan Bzdok “ Die Luftnummer“. So, da glaubt man mit einem Markenwechsel die Reifenpannen verhindert zu haben Aber „ SCHEIßE nein“, da geht einem nach 3 ½ Std. die Luft aus. Damit nicht genug, denn mit dem Nachpumpen mit Kohlensäure hab ich dann auch noch das Conti eigene „INNOVATIVE“ Reifenselant zum Erstarren gebracht. Das führte dann zu einem Nachpumpen alle 5-10 km auf der letzten der drei 40km Runden.

Zu allem Überfluss gab es auch noch kurz nach dem Start einen Sabotageakt der Streckenausschilderung (Zeitungsbericht)

Ansonsten war es ein schönes Rennwochenende als Gast des „Prowell-Harzblut Teams“. Die neue Strecke ließ sich gut fahren, die neuen Reifen fahren sich Klasse (solang sie denn Luft haben) und das Wetter war super. Hoffentlich endet die Pannenserie so langsam, denn die Gesamtwertung im Harzcup kann ich jetzt vergessen. POLEN wir kommen.

 

7. - 10.06.2012 // Beskidy Trophy Polen   

Fahrer: Sonja / Peter

Sonja: 28 Stunden, 300 km, 11000 hm – 2. Platz W

Zeitrechnung vor der Stunde Null

Nicht nur das Rennen selbst, sondern auch eine Reise nach Polen wollten wir machen. Ein für uns noch unbekanntes Land, derzeit in aller Munde wegen der Fußball EM, mit der wir allerdings nicht das geringste am Hut hatten. Wir wollten schließlich Radeln was das Zeug hält. Verteilt auf vier Tagesetappen. Aber erst mal mussten wir ja da sein. Was mit kleinen Widrigkeiten verbunden war. In den frühen Morgenstunden sind wir über die Grenze. Geld wechseln konnten wir nicht, der 24-Stunden-Schalter hatte zu. Egal, wir brauchen ja eigentlich noch nichts. Dachten wir zumindest. Bis zur Mautstelle! Wieso eigentlich Mautstelle? In Polen? Gut, wir mussten hier ja nur das Ticket ziehen. Nächste Tanke anfahren – vielleicht können wir ja heimische Währung bekommen. Nee, nur am Automaten. Also meine EC-Karte rein und … nichts! Das heißt, es war nicht wirklich ersichtlich, ob der Vorgang durch war oder nicht. Geld kam jedenfalls nicht raus. Datenspione? Geldfalle? Hhmmm – war nur für 25 Euro. Notfalls zu verschmerzen. (War aber alles ok.) Geld hatten wir aber immer noch nicht und das Ende der Maut kam langsam in Sicht. Irgendwie müssen die uns ja wieder raus lassen. Mit knirschenden Zähnen seitens der netten Dame am Schalter, konnten wir mit Euro bezahlen und bekamen sogar noch das polnische Wechselgeld raus.

Einige Stunden später kamen wir in unserer Pension, die aus einzelnen FeWo ohne Küche bestand, an. Insgesamt wirklich schön, allerdings könnte sich die Putzfrau etwas mehr ins Zeug legen. Aber unser Gastgeber war total nett und bemüht und sprach sogar etwas deutsch. Hat mal als Seemann in Bremerhaven gearbeitet. Die Welt ist halt klein. Im Haupthaus wurden wir bestens verpflegt, alles war schön renoviert und es gab im Keller eine eigens gebaute Salzgrotte, in der wir relaxen konnten. Schööön!

Was allerdings gar nicht schön war, war das Wetter. Acht Wochen hat es in der Region nicht geregnet aber seit fast einer Woche hörte es kaum mehr auf. Toll!!! Die Stimmung bei uns war zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich fröhlich. Dazu kam schon etwas Aufregung, der Respekt vor dem Rennen, verbunden mit einer gewissen Portion Ungewissheit. Wie das halt so ist. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Ruhen wir uns erst mal aus nach der langen Fahrt und morgen sehen wir weiter.

Am nächsten Tag, dem Tag vor dem Rennen, lachte dann die Sonne vom Himmel und schon sah alles freundlicher aus. Na bitte, geht doch. Wir rollten uns etwas ein und zum Abend konnten wir unsere Startunterlagen holen. Dann kam auch langsam Leben ins Geschehen. Noch bis zum Nachmittag sah es so aus, als ob da überhaupt nichts stattfindet. Aber mit den Startunterlagen kam auch das jetzt eher positive Kribbeln.

Etappe 1: 69 km, 2300 hm, 2. Platz W4 (5h15) - Stunde Null

Endlich ist es soweit. Das erste Etappenrennen auf unsere alten Tage. Die Sonne scheint, das Eventgelände ist gerichtet, die Stimmung gut. Peter und ich rollern von unserer Unterkunft zum Start. Strategisch ausgewählt, brauchten wir dafür nur 3 Minuten. Wir stellen uns in den Startblock, den Dritten, der für das Fußvolk. Dann kommt Wojciech, unsere neue Bekanntschaft und unser Nachbar in der Pension, und erzählt mir, dass der zweite Block extra für die Frauen ist. Welch Luxus und supergenial. (Der erste Block ist den Profis vorbehalten). Kein Gedränge, ein extra Eingang von der Seite, man kann sein Rad abstellen und nochmal in Ruhe für kleine Mädchen gehen. Das nenn ich gute Organisation. Überhaupt war das Rennen und das Drumrum bestens organisiert. Jeden morgen am Start gab es das aktuelle Höhenprofil, zum Aufkleben auf den Lenker oder Rahmen, sozusagen gleich mit Einlauf in den Startblock. So, ich wieder über die Bande und in „meinen“ Startblock. Peter musste leider hinten bleiben.

Am ersten Tag hatten wir eine etwas verkürzte Etappe und starteten auch erst um 12 Uhr. Dafür bekamen wir auch gleich einen Eindruck darauf, was uns in den nächsten Tagen erwartet. Heidewitzka, erst mal satt den Berg hoch. Unser Start-/Zielbereich befindet sich auf 600 m, der höchste Punkt ist knapp 1300 m hoch. Den haben wir am ersten Tag aber noch nicht erreicht. Dafür aber steil, wie eigentlich jeden Morgen kurz nach dem „Wecken“. Es gibt Dinge, die begleiten einen.

Die ersten Trails ließen auch nicht lange auf sich warten. Harte Downhills, strenge Uphills und insgesamt ein Gelände, das keine Wünsche offen lässt und schon ein wenig Fahrtechnik voraussetzt, um Spaß zu haben. Nach fünf Stunden fuhr ich dann so in den letzten Downhill rein, der Boden war matschig und nass, freute mich, es fast geschafft zu haben und ließ mich etwas irritieren von den zahlreichen Fotografen in diesem Streckenabschnitt. Fuhr etwas sehr optimistisch über den letzten quer liegenden blanken und nassen Baumstamm, der als Wasserrinne teils in den Weg eingelassen ware. Mein Vorderrad wurde direkt umgeleitet und ich in die Pampa. Knie dick Teil drei und das fünf Meter vor Ende des Trails. Das dämpfte erst mal wieder das Mütchen.

Im Ziel ein wenig Wunden lecken, essen, plaudern und duschen – ganz in Ruhe. Plötzlich fliegt die Tür auf. Peter: „ Ich will ja nicht drängeln aber in fünf Minuten ist Siegerehrung und du bist Zweite.“ Bitte???? Noch Schaum auf dem Kopf und rüber fahren müssen wir ja auch noch. Handtuch, Klamotten, Fersengeld. Ludmilla stand schon auf dem Treppchen als ich über die Wiese gelaufen kam. Gerade noch so geschafft. Pünklich um 18 Uhr ist Siegerehrung. Jetzt weiß ich das. Manchmal ist der Stress nach dem Rennen größer! Aber nur bis zur Massage, die ich danach erst mal genoss. Nach dem Rennen ist bekanntlich vor dem Rennen!

Etappe 2: 79 km, 2800 hm, 2. Platz W4 (8h05) - Die Tschechien-Runde

Morgens halb acht in Polen ist die Welt noch in Ordnung. Mir ging es gut. Ich hatte am Vortag nicht überzockt und wir machten uns auf in die Tschechei. Heute starteten wir von dort und kamen da auch wieder an. Pünktlich um neun bewegte sich das gesamte Fahrerfeld neutralisiert hinterm Pacecar ein paar Kilometer über die Straße, durch den Ort und bis zum eigentlichen Startpunkt ins Gelände.

Und wie allmorgentlich erst mal hoch. Man soll nicht glauben, wo die uns da überall lang schicken. Ein Streckenverlauf, den nur ein Hard-Core-Mountainbiker lieben kann. Von den beiden höchsten Punkten mussten wir extrem ausgesetzte und technische Downhills runter und das über Kilometer. Natürlich musste man da oben ja auch irgendwie hinkommen, um wieder runter fahren zu können. Jeder kann sich denken, dass dass ähnlich hard-core-mäßig war. Irgendwo müssen die Höhenmeter ja her kommen.

Irgendwann ein wenig später, so nach rund siebeneinhalb Stunden, arbeitete ich mich so langsam auf´s Ziel zu. Und.... übersah eine Wegmarkierung. Jeder Tag war wirklich sehr gut ausgeschildert. Und im Gegensatz zu den Rennen in hiesigen Landen, wo schon mal das eine oder andere Schild abhanden kommt, war dort bis zum Schluss alles an Ort und Stelle. Dumm war nur, ich hab´s nicht gesehen. Da bin ich doch glatt nochmal den Berg wieder hoch. Komisch kam es mir schon vor, weil normalerweise alle paar hundert Meter ein Wegweiser angebracht war. Aber hhmmm... fahr ich erst mal noch ein Stück. Plötzlich war ich wieder oben, nur von der anderen Seite. Aufgefallen ist mir das erst richtig, als ich schon wieder im letzten Downhill drin und ein Stück runter gefahren war. Da lohnte sich das Umkehren nicht mehr. Außerdem war das eine schöne Abfahrt. Unten angekommen, passte ich diesmal mehr auf und fand den rechten Weg. Dumm nur, das an diesem Tag die Siegerehrung eine Stunde vorverlegt war wegen des EM-Starts und wir ja auch noch wieder zurück nach Polen mussten. Die Siegerehrung und das übliche Drumrum fand am Eventgelände statt. Durch meine Ehrenrunde kam ich aber 20 Minuten später ins Ziel, hatte 6 km mehr auf der Uhr und eine Medaille weniger. Wer zu spät kommt... Meiner Platzierung tat das aber keinen Abbruch. Zielschluss ist erst um 19 Uhr.

Etappe 3: 69 km, 2600 hm, 2. Platz W4 (7h40) - Königsetappe

Heute sollte es auf den höchsten Punkt gehen – die Königsetappe. In der Nacht hatte es heftig geregnet und das verhieß nichts gutes für den Boden. Der Start war wieder pünktlich um neun und das warm up von 200 steilen Höhenmetern ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Allerdings muss ich sagen, und das wundert mich fast ein bisschen, kam ich die gesamten fahrbaren Anstiege richtig gut hoch. Keine Quälerei. Locker vom Hocker, auch am dritten Tag. Ich überraschte mich selbst. Natürlich gab es auch lange Schiebepassagen. Und nach oben hin sowieso. Das letzte längere Stück bis auf den großen Berg hinauf war ausgesetzt und grobsteinig. Passend oben, fing es dann auch prompt an zu regnen. Meine Gabel meinte, ausgerechnet an diesem Tag ihre Dienste einstellen zu müssen und so schob ich dann den ersten Teil auch wieder runter. Keine Chance mit „Starbike“. Später traute ich mich wieder zu fahren. Der schmale Weg war zwar immer noch mega trailig aber nicht mehr so steil. Und dann kam der Nebel. Man sah buchstäblich die Hand vor Augen nicht, geschweige denn die Wegmarkierungen. Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt auf so etwas ähnlichem wie ein Hochplateau. Vor mir hörte ich Schaltungen rattern, sah aber absolut nichts. Also so gut wie möglich den Weg peilen. Man könnte auch sagen „Augen zu und durch“. Käme aufs gleiche raus.

Als ich mich durchgearbeitet hatte und die Sicht wieder besser wurde, stieß ich auf eine Abfahrt über ein komplettes Acker. So richtig schön tief und aufgeweicht vom Regen. Und plötzlich überholte mich mein Hinterrad. Die Fuhre stand und es ging nichts mehr. Beide Laufräder waren so zu, auch an den Flanken, dass sich nichts mehr bewegte. Dreck abkratzen, weiterfahren so gut es eben ging. Als der Acker war geschafft war, ging es nahtlos über in eine steinige und ebenso schlammige Abfahrt. Da kam man dann auch zwangsläufig runter, weil es so rutschig war, das man gar nicht anders konnte. Endlich unten angekommen, fand ich mich an der letzten Verpflegung an diesem Tag und …. sah einen jungen Mann mit Wasserschlauch. Der hatte mit der Orga, glaube ich, nichts zu tun. Der wohnte da halt und wusste wohl wie es ist. Ich erst mal straight ahead auf den zu und hab mein Rad hingehalten. Voilá, schon hatte mein „Antriebsgrät“ wieder Durchblick. Die letzten 15 km konnten kommen.

Diese Etappe war etwas kürzer als ursprünglich ausgeschrieben. Sollte eigentlich 76 km und 2800 hm sein. Wer weiß warum?

Etappe 4: 74 km, 2800 hm, 2. Platz W4 (8h10) - Kein Ende in Sicht

Eigentlich, eigentlich sollte die letzte Etappe gar nicht mehr sooooo schlimm sein. Na ja, außer bei Regen vielleicht. Da könnte es dann doch noch mal heikel werden, sagt Wojciech. DAS war ja wohl der längste Ritt seit meiner MTB-Rennaufzeichnung. Mann-o-mann!

Wir hatten es natürlich nass. Muss ich nicht besonders erwähnen. Die ersten 25 km rollten super locker und flowig weg. Da war es auch noch überwiegend sonnig und auf etwas freierer Pläne so gut wie trocken. Diese Etappe sollte sich mehr oder weniger am Grenzstreifen Polen/ Slowakei entlang bewegen. War auch echt interessant. So Grenzgebiete haben, finde ich, einen eigenen Charme. Die erste Verpflegung kam früh und kurz nach der Grenze, alles gut. Weiter schöne Trails, ich freute mich noch des Lebens, bis zur zweiten Verpflegung … und dann der Mittelteil der heutigen Etappe. Ab der zweiten Verpflegung ging es erst mal nur hoch. Der Mittelteil von der zweiten bis zur dritten Verpflegung war lang, sehr lang. Rund 30 km. Hört sich nicht so wirklich viel an, wenn man aber das Geläuf mit einbezieht, unendlich. So kam es mir zumindest vor. Zwischendurch hatte ich echt die Hasskappe auf. Dafür, das wir von ca. 600 m auf 1250m hoch mussten auf einer Länge von 20 km, kam mir das eher flach vor. Scheiße war nur, dass das der längste und geilste Trail aller Zeiten war, ich aber echt viel schieben musste, weil es kurz nach der zweiten Verpflegung anfing zu regnen. Ein solider längerer Schauer.

Wer den Harz kennt, insbesondere das Rennen in Schierke, und da die beiden Schlüsselstellen, weiß, was ich meine. Das dann kilometerlang, im Sägeblattprofil. Aber deutlich matschiger. Und weil ich/wir einiges schieben mussten, ans fahren war echt nicht zu denken, wie Schmierseife auf Glatteis, zog sich dieser besagte Mittelteil endlos hin. Zwischendurch traf ich Wojciech, der hatte sich das Schaltwerk abgerissen und musste bis zur nächsten Verpflegung und somit bis zum Servicewagen schieben (Hut ab, er hat gefinished). Im Trockenen wäre dieser Trai die reinste Wonne gewesen!

Irgendwann, Stunden später, kam endlich die heißersehnte letzte Verpflegung. Das wurde auch Zeit. Mein Wasser war alle und ich hatte Hunger. Erstmal auftanken und die letzten 20 km bis ins Ziel waren danach ein Kinderspiel. Zwar noch drei harte und zum Teil extrem steile Uphills auf diesen Grenzbetonsteinen mit den Löchern drin, aber die konnte ich noch gut wegtreten. Geschafft!!!

Wo waren nur die letzten vier Tage geblieben? Erst hat man Bammel vor dem was kommt und dann ist es mal wieder sooo schnell vorbei, dass man das Gefühl hat, so könnte man immer weiter machen. Die Reise nach Polen hat sich wirklich gelohnt. Wir haben nette, freundliche Leute kennen gelernt. Die Organisation war top und die Beskiden sind ein feiner Landstrich, generell, und natürlich insbesondere zum biken. Auch wenn das, zumindest für mich, eigentlich eine einmalige Geschichte werden sollte, kommen mir doch Zweifel, ob das so bleibt.

Peter: 20 Stunden, 300 km, 11.000 hm – 13. Platz Senioren

Beskidy 1. Etappe - Start Up

Und alle Tage wieder fragt man sich wieso man sich das antut, Nervosität, Ungewissheit über das Wetter und damit verbundene Schwierigkeiten auf, neben und nach der Strecke, hier wohl Etappe, denn deren gibt es vier. Dienstag Regen, Mittwoch noch nass von unten. Die Laune und die Lust zu fahren, war im Keller.

Doch nun ist es Donnerstagmorgen und es geht in die Startaufstellung. Denn um 12:00 Uhr heisst es: „ Ladys and Gentelmen please start your engine“ Schön im Mittelfeld ging es dann los. Es dauerte auch nicht Lange bis zum ersten Schiebestück, ähnlich dem Hero. Wobei man sagen muss, dass einen an der Strecke heute vieles an den Dolomiten MTB-Hero erinnerte.

Ansonsten war das heute ein sehr kontrolliertes Rennen von mir. Puls bis max 79 auf Dauer und keine HaraKiri-Aktionen bergab. So ergab das eine Rennzeit von 4 Std. die mich auf den 20. Platz AK brachten, Gesamtplatz 114. Sicher ist, wenn das die Tage so weiter geht Streckentechnisch gesehen, wird das das fahrtechnisch Anspruchsvollste was ich bisher in dieser Kompaktheit gefahren bin.

Beskidy 2. Etappe - Das Rennen der 41+ Spitzkehren.

Die heutige 2. Etappe startete und endete in der Tschechischen Republik. Also früh los und den Wagen ans Ziel stellen. Dann ging es neutralisiert zur Startlinie und der erste Anstieg begann. 9 km und 800 Hm waren zu bezwingen. Das war aber das kleinere Problem. Denn nun ging es los. Trails in allen Varianten mit 30-40 km/h flach durch den Wald oder leicht bergab mit unzähligen 180° Kehren oder aber Trailstücke im Fußgängertempo und als Krönung Trails steil bergauf.

Einiges an der Grenze meines Fahrvermögens, aber halt nur an der Grenze und ohne Sturz war das also MEGAGEIL. Das war aber nur der Erste Anstieg mit Abfahrt. Deren DREI Anstiege mit ähnlichen Strecken / Wegen/ Downhills und Trails kamen noch. Dagegen ist Schierke schon eher Erholung.

Die Pace endete heute bei geplanten 75% Hrmax und auf einen 103. Gesamt- und 15. Platz in der AK nach 5:30 min. Das Wetter hält und die Beine fühlen sich noch gut an. PS: bei Youtube gibt es vom STEINEGGER Hof in Südtirol ein ebenso genanntes Video.

Beskidy-Trophy 3. Etappe - Die Armin Pomella Etappe

Das erinnerte heute auf der Königsetappe stark an eben diesen Hotelier aus Tramin. Denn es ging hoch hoch hoch aber meistens auf gut fahrbaren Wegen. Aber Bergab - meine Fresse, Singeltrail an Singeltrail mit und ohne Absturzgefahr sauschnell oder manchmal besser total langsam.

Die Beskidy-Trophy hält was sie versprochen hat, das her ist HARDCORE Mountainbiking auf genialen oder go..verdammten Trail`s. Aber schön sind sie! Das ist bisher das kompromissloseste was ich in dieser Dichte/Zeitspanne als RENNEN gefahren bin. Trotz Mad East oder auch dem Grödner MTB-Hero. Es war bisher auf jeden Fall ein Versuch wert.

Heute kam dann übrigens bei einem Durchschnittspuls von 129 bp/m (Ende GA1) doch ein 86. Gesamtplatz heraus in der AK ein15ter mit 4:39 für 68 km mit 2400Hm. Umso verwunderlicher, da ich mir eigentlich irgendwie langsam vorkam. Aber die anderen waren scheinbar noch langsamer. PS: Das Essen unseres Gastwirtes ist übrigens so lecker, wie man es uns über die polnische Küche berichtet hatte.

Beskidy 4. Etappe - Grenzwertige Grenzerfahrungen auf der 4. und letzten Etappe

Da mir so langsam die Superlativen für die gebotenen Strecken ausgehen nur soviel, 40 km Singeltrail an der Polnischen-Slowakischen Grenze/ bzw. Bergland. Die erste Etappenhälfte auf genialen fast trockenen Trails, den Rest auf völlig verschlammten aber trotzdem, oder auf Grund dessen, extrem geilen Trails. Wer den Endurothon in Schierke oder den Bad Harzburger MTB-Marathon mag, der fühlt sich in den Karpaten wohl und fährt (oder schiebt auch mal) eigentlich mit einem Dauergrinsen durch die Gegend. Es war einfach nur Klasse, schade das es nach 5:33 auf dem 75. Gesamtplatz, AK 14ter, zu Ende war.

Gesamt ergab das dann eine Rennzeit von 20 Std. mit 11000 Hm und 300 km und einem respektablen 13. Gesamtplatz in der AK und 80ter Gesamt. Als Fazit kann man sagen Etappenrennen in dieser Form sind echt mein Ding. Vieles bin ich bestimmt langsamer berghoch und vor allem bergab gefahren als es mir möglich gewesen wäre, aber da ich keinen Sturz und keinen Defekt hinnehmen musste gibt mir diese Taktik im Nachhinein Recht. Denn weder meine Beine noch die mentale Einstellung hatte einen Durchhänger. So macht Mountainbiking echt spaß. EGAL bei welchem Wetter.

 

23.06.2012 // Sella Ronda MTB Hero   

Fahrer: Sonja / Peter

Sonja: 52 km, 2.700 hm – 1. Platz Seniorinnen (5:47:12)

Wasserspiele

Das Wetter war nicht gerade Italialike. Am Morgen des Rennens goss es wie aus Eimern. Blitz, Donner und Starkregen. Da war es doch gut, dass wir nicht im ersten Startblock der Profis waren. Die haben noch die volle Packung erwischt. Aber pünktlich zu halb neun, als wir dran waren, beruhigte sich das Wetter und bald kam sogar die Sonne raus. Der Boden war allerdings durch, das brauch ich nicht besonders zu erwähnen.

Vom Start aus das warm up über 750 hm auf ne handvoll Kilometer den Danter Cepies hoch, um sich danach direkt in den Schlamm, über eine aufgeweichte Skipiste, hinunter zu stürzen. Danach hatte sich das Outfit erledigt. Der anschließende schicke Trail musste im oberen Teil ein Stück geschoben werden. Hier hatte ich im letzten Jahr einen mega Stau. Jetzt bewegte sich mein Umfeld stetig weiter. Die neu organisierte Startaufstellung hat mir viel gebracht. Peter hingegen war darüber nicht besonders erfreut. Der hatte diesmal die Pest mit den anderen Fahrern.

Dieser erste Trail ist nicht ohne. Serpentinen, zum Teil mit nicht unerheblichem Gefälle, durchzogen mit quer liegenden Rundhölzern, das Ganze auf matschig, rutschigem Untergrund und der ein oder anderen Stufe. Schluck!!! Aaahhber, nach den Beskiden kein Problem mehr. Ich hatte voll den Run. Und überhaupt – dieses Mal wollte ich mir die Butter nicht wieder vom Brot nehmen lassen. Die ersten beiden Verpflegungsstellen ignorierte ich schon mal per se. Bloß keine Zeit verschenken. Die beiden Mädels, die mich am zweiten Anstieg überholten und sich auch gleich absetzten, ließ ich erst mal ziehen. Blieb mir auch nichts anders übrig. Ich konnte nicht sooo viel schneller. Die Abfahrten liefen super aber die Anstiege waren nicht ganz so spritzig. Waren wohl noch etwas die Nachwehen aus Polen. Das wurmte mich schon aber ich musste mein Tempo fahren, um zu Überleben. Außerdem, abgerechnet wird zum Schluss.

Beim nächsten Trail, superschmal am Hang lang, bekam ich mein Grinsen nur noch schwer aus dem Gesicht. Den bin ich mit dem Boden nahezu komplett gefahren. Das habe ich letztes Jahr im Trockenen nicht so weit geschafft. Die nächste und dritte Verpflegung war dann kurz meine, Flasche tauschen, Gellys in die Taschen packen, weiter (da gibt es keine Gels, sondern Gelee, schmeckt echt gut). Und danach direkt wieder in die Tiefe stürzen. Und immer mehr entwickelte ich eine Harmonie mit dem Untergrund. Obwohl meine Gabel, aufgrund der Nässe, bereits zu 80 % schon wieder den Dienst quittierte überholte ich, ungeachtet dessen, mittlerweile auch auf den rutschigen Steinen mit deutlich Gefälle, andere Fahrer. Abfahrt um Abfahrt gewann ich mehr Sicherheit und, was überhaupt am wichtigsten ist, richtig Spaß.

Der letzte Anstieg war, wie im letzten Jahr auch, nass oder trocken macht keinen Unterschied, weil das eine Schotterpiste ist, nochmal richtig Scheiße. Der ist brutal steil, lange brutal steil. Nur diesmal wusste ich, was mich erwartet. Also hoch ekeln. Oben an der Verpflegung hatte ich dann plötzlich wieder die erste der Beiden, die mich am zweiten Anstieg überholt hatten. Also, Flasche, Gellys, Fersengeld. Passt! Das spornt an. Circa 4 km vor Ziel, an der letzten Kuppe, tauchte dann die Zweite auf. Mit der hatte ich eh noch eine Rechnung offen vom letzten Jahr. Da hab ich nämlich geschlafen und die ist an mir vorbei. Diesmal nicht!

Die letzten Kilometer bis ins Ziel düsten wir Skipisten und Schotterwege runter bis in den letzten Trail, auf dem man dann zügig fast direkt bis ins Ziel fährt.

Peter: 82 km, 4.200 hm – 14. Platz Senioren (6:58:13)

Wie oft wird man ein “Hero“?

Ja, nun ging es nach den fahrtechnischen Bonbon`s in den Karpaten in die Dolomiten. Die Wetteraussichten waren zwar nicht berauschend aber so wie es dann kam, war das alles andere als schön. Um 7:00 öffneten sich dann die Schleusen des Himmels über Gröden auf 1600 m und der Himmel war nicht „Azurblau“ sondern eher tiefschwarz und die Motivation, in dieses Wetterchaos zu starten, doch ein wenig gebremst. Als wir dann zur Startlinie rollten klarte es auf und der Regen ließ nach.

Nach den Erlebnissen vom letzten Jahr freute ich mich eigentlich auf das Rennen. Doch auf der ersten Abfahrt über aufgeweichte Skipisten bergab, glich das Ganze eher Schlitten- als Radfahren denn die gewollte Fahrtrichtung ließ sich nicht immer genau einhalten, was dann nach der Hälfte der Abfahrt in einer, wenn auch weichen, aber extrem schlammigen Bauchlandung endete. Wer schon mal mit völlig verschlammten Handschuhen schlammige Griffe halten musste, kann sich meine Freude auf dem Rest des Dowhills (jetzt über Serpentinen und feuchte Wegbefestigungen via Holzbalken) vorstellen. Also in der 2. Steigung des Tages (nur 500 Hm bergauf) Handschuhe ausziehen. Aber bei den Steigungsprozenten schreibt sich das leichter als es war. So ging es dann über „Pralongia“ in den nächsten Dowhill, mit aus dem letzten Jahr bekannten flowigem Profil.

DACHTE ICH! So, nun kam mir aber die geänderte Startaufstellung in die Quere. Denn die italienischen Marathon Hobbybiker waren zwecks Startentzerrung 30 min. vor uns gestartet. So, und weil die lange Runde ja immer wieder Zusatzschleifen fahren musste, hatte man im Gegensatz zum letzten Jahr immer wieder deutlich langsamere Fahrer aus diesen Startgruppen vor sich. Was für Sonja klasse war, ist für mich echt nervig. Entweder anstellen oder aber, wenn´s geht, mehr oder weniger mit der Brechstange überholen. Nicht wirklich schön.

Dann auf zur Porta Vescova . Letztes Jahr im Trockenen schon schwer, diesmal mit aufgeweichtem Boden eine echte Kraftprobe. Nach knapp 800 Hm bergauf ging´s über den Passo Pordoi in den schönsten Trail des Tages. Doch bei diesen Wetterbedingungen und zahllosen „Backmakern“, eher eine zähe schmierige Geschichte. Denn in den Karpaten ließ es sich im Kreise ähnlicher Fahrer noch zügig bergab fahren, was hier mit den Fahrern schlicht unmöglich war. Aber egal, endlich unten, ging es zum Eingang des letzten Anstieges gen Mahlknechtjoch. Noch ca. 10 km und 1000 Hm hat es zu bezwingen. Bei Sonnenschein und leicht schwülem Wetter eine echte Ansage.

Kurz nach der Mahlknechtalm (kleine Hochebene vor dem Joch), ereilte mich dann noch eine Tachiokardie. Also Pulsschlag überspringt die 200er Marke auf Grund einer Störung der Reizleitung zum Sinusknoten des Herzens. Also Piano und nur nach Belastungsgefühl fahren, denn das geht erst weg, wenn der Herzschlag unter 140 bpm sinkt. Ab dem Mahlknechtjoch ohne 200er Puls war es aber noch ein schönes Rennen bis ins Ziel.

Das Ergebnis liest sich eigentlich auch besser als ich es empfinde. Die Chance auf ein Besseres war da, aber unter diesen Umständen konnte ich es nicht realisieren. Auf jeden Fall macht so ein Hochgebirgsrennen nur bei trockenem Wetter richtig Spaß. Da muss man dann im Outdoorsport durch.

 

30.06.2012 // Braunlage   

Fahrer: Sonja / Peter

Sonja: 84 km, 2.000 hm – 1. Platz SeniorinnenII (4:59:40)

Nur für die Punkte

Zum Rennen in Braunlage gibt es nicht wirklich etwas zu sagen. Die alte Strecke war schon keine besondere Herausforderung, obwohl ich die eigentlich ganz gerne gefahren bin, aber die Neue, jetzt in Hohegeiß, ist absolut langweilig. Nur treten. Die größte „Herausforderung“ war noch die kleine Wiesenabfahrt kurz nach Start/Ziel. Die Miniwoops hatten Überschlagpotential, wenn man evtl. etwas unachtsam war.

Ansonsten spulten wir die 84 Kilometer auf Schotter- und Wiesenwegen ab, ohne jeglichen Trailanteil. Auch die ausgeschriebenen 2800 hm erreichten wir nicht. Wir mussten uns mit deutlich weniger zufrieden geben. Obwohl ich sagen muss, das ich nicht so ganz wirklich böse um die verlorenen Höhenmeter war. Die Rennen in den Beskiden und in Italien hingen noch nach und es war insgesamt schon ein wenig die Luft raus. Nur musste ich die Punkte aus Braunlage mitnehmen, da ich kein Steichergebnis mehr habe und ich meine Gesamtcupführung stärken wollte.

Aber nun ist ja erst mal Rennsommerpause bis August. Die brauch ich jetzt auch. Nach der Intensivpackung im Juni tut ein wenig Erholung gut und auch das Material bedarf einer intensiveren Wartung. Dafür hatten wir doch endlich mal wieder ordentliches Wetter. Na ja, es war wiedermal schwül-warm, dafür aber trocken und sonnig und es hat nicht mal gestaubt. ENDLICH mal keine Schlammschlacht.

Peter: 84 km, 2.000 hm, 8. Platz Senioren (3:53:58)

Braunlage Hohegeiß-Ebersberg

Eigentlich wollten wir ja in Braunlage dies Jahr gar nicht starten, aber auf Grund der Punktelage für Sonja im Hinblick auf die Gesamtwertung der Frauen war es doch sinnvoll. Das kann man von der Strecke leider nicht sagen. Kein Trail (der den Namen verdient), nix technisch Anspruchsvolles und fast 1000 hm weniger als in der Ausschreibung genannt. Dazu noch leicht schwüle Wetterbedingungen, aber wenigstens mit Sonnenschein.

4 Runden waren zu fahren. Die erste ging ja noch. Da wusste man ja noch nix über die Strecke. Die zweite war dann schon etwas zäh und am letzten Anstieg holte mich meine Tachiokardie aus den Platzierungsrängen . Denn diesmal lies sie zwar nach dem letzten Anstieg nach, kam aber gleich wieder wenn ich etwas auf die Tube drücken wollte. Also nach Belastungsgefühl und nicht nach können, so gut es ging, in die letzte Runde. Da konnte ich dann noch mal kurz zu Mike Oelschläger aufschließen aber ohne anspruchsvolle Streckenteile konnte ich den diesmal nicht abschütteln. So passierte er mich wieder im letzten Anstieg zum Ziel.

Tja, letztes Jahr nach dem zweiten Platz in Braunlage, fuhren wir zum Hero, wo es auch gut lief und dieses mal erst Hero so lala und dann Braunlage auch noch mäßig. Da heißt es die Rennpause zu genießen und danach etwas erfolgreicher zu agieren.

 

19.08.2012 // Zierenberg / Finale Nordhessen-Cup   

Fahrer: Sonja / Peter

Sonja: 53 km, 1.500 hm – 1. Platz Seniorinnen (03:02:44)
Gesamtwertung Nordhessen-Cup: 2. Platz Damengesamtwertung

Heisse Sohle

Bei, gelinde gesagt, sommerlichen Temperaturen von mal eben rund 38° im SCHATTEN nahmen wir das Gelände rund um Zierenberg unter die heißen Stollen. Der Letzte von drei Läufen zum Nordhessen-Cup. Ein Podestplatz in der Gesamtdamenwertung war mir zu diesem Zeitpunkt schon sicher, vorausgesetzt ich sehe die Ziellinie.

Nachdem wir zeitig angekommen waren und, so dachten wir, strategisch günstig geparkt und auch schon ausgeladen hatten, kam der gute Mann von der Orga und drohte mit Ausfall des Rennens, wenn wir und noch ein paar andere neben uns die Autos nicht wegfahren. Hier geht schließlich die Strecke lang. Das vor und hinter uns noch diverse andere Fahrzeuge standen interessierte zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht. Diskussion hin oder her – Auto weg fahren war angesagt. Peter hatte schon nen Hals, weil er mit dem dicken Bully rumrangieren musste. Rückwärts durch die Einbahnstraße und den nächsten Parkplatz ansteuern. Also alles neu organisiert und wieder von vorne. Peter auf Rolle warm fahren, ich Laufräder positionieren, noch gefühlte 300 Mal auf´s Klo rennen und so langsam bei schon lauschigen morgentlichen Temperaturen in die Startaufstellung rollern. Die Langdistanz mit Peter ging um neun zuerst auf die Strecke und wir Mitteldistanzler 20 Minuten später. Das mit der Platzierung seiner Flaschen könnt ihr sicherlich in seinem Bericht lesen.

Wenn man den Gerüchten glauben darf, sollte die Strecke eher technisch und durchaus anspruchsvoll sein. Darauf freute ich mich schon. Der erste Anstieg mit guten 300 hm kam dann auch schon bevor man ganz auf dem Rad saß. Also nur nicht überzocken gleich zu Beginn des Rennens und bei der Hitze. Aber ruck zuck war der erste Berg kurzweilig über flowige Trails nach oben bewältigt. Überholen konnte man nur wenig bis gar nicht und da war es nicht wirklich schlecht, dass ich einige langsamere Fahrer vor mir hatte. Dadurch wurde ich ein bisschen eingebremst und hatte es erst mal gemütlich. Für Abkühlung sorgten dann die ersten Abfahrten zum Teil über ebenso flowige Trails wie am Anstieg. Die Strecke war gut gewählt für so eine Hitzeschlacht. Ganz viel dichter Wald der Schatten spendete und wenig freie Fläche in der prallen Sonne. Der Mittelteil verlief so rauf und runter über Schotter und weiterhin flowigen Trails die Spaß machten. Auf die technischen Herausforderungen wartete ich allerdings vergebens. Zum Schluss hatte ich noch einen längeren Anstieg auf dem Höhenprofil, auf den ich mich schon mental eingestellt hatte. Zwischendurch wurde es kurzzeitig auch mal ein wenig beschwerlicher aber ich dachte ich wäre noch gar nicht im letzten Anstieg und bevor ich merkte, dass ich oben war befand ich mich schon in der letzten 4 km langen Abfahrt. Nur noch ein kurzer Stich die Straße hoch und schon sah man den Zielbogen. Das ging ja man flott!

Die Hitze hat mir erstaunlicherweise nichts ausgemacht. Ich war bereits um halb eins wieder im Stall und da ließ es sich noch aushalten. Das konnte allerdings nicht jeder von sich behaupten. Die Sanis hatten Hochkonjunktur. Ich glaub die Infusionen wurden nur so raus-/ bzw. reingehauen. Da haben einige über´n Lenker gekotzt. Aber alles war bestens organisiert und fachlich kompetent.

Mit der Sieger- und Gesamtsiegerehrung auf dem Marktplatz unter, bis dahin, sengender Sonne fand der Nordhessen-Cup einen schönen Abschluss.

Peter: Peter: 106 km, 2.500 hm – 4. Platz Senioren (5:05:16)
Gesamtwertung Nordhessen-Cup: 2. Platz Senioren

Alles, aber auch alles hatte ich erwartet, nur keine 38°.

Nach den schlechten Erfahrungen von Hohegeiß (bei hohen Temperaturen), hatte ich noch eine Woche vor Zierenberg gesagt: „ Das Wetter ist mir egal, wird ja wohl nicht gleich 40° haben“. Man sollte sich halt immer überlegen, was man sich wünscht.

Da standen wir also am Morgen der Hitzeschlacht noch bei angenehmen Temperaturen und versuchten festzustellen, wo denn die Strecke in der 2ten Runde lang führt. Drei Mal gefragt, alle sicher durch den Startbogen (sogar der Streckensprecher). Also Flaschen (gefroren) da abgestellt und in die Startaufstellung. Es wurde 9:00 Uhr, die Temperaturen erreichten die 30° Marke und die bescheuerten Langdistanzler gingen nach kurzer Flachfahrt den ersten von 3 langen Anstiegen an. Da ich diesmal keine Experimente machen wollte, hielt ich mich an meine 80% Herzrate. Denn erst mal muss man bei so einem Wetter problemlos ins Ziel kommen bevor man an Platzierungsverbesserungen denken sollte. Also bin ich nur bei denen mitgefahren, wo das passte (das waren leider nicht so viele). Dafür war Zierenberg eine flowige Strecke, die einen Platz im Rennkalender verdient hat.

Kurz vor Ende der ersten Runde kam dann die Spitze der „mittleren“ Runde mit den späteren Gesamtsiegern (Alex Rebs und Co) vorbei. Diesmal wenigstens nicht „geflogen“ und so konnte ich doch noch ein wenig mitfahren. Tja, und dann kam das Ziel das erste Mal in Sicht. Danny Götze auch, der war bis vor Zierenberg noch gesamt Erster vor Alex Rebs. Der bog dann Richtung Start/Zielbogen ab, aber da war keine Durchfahrt sondern nur das Ziel. Was eine SCH…E, runter vom Rad leere Flaschen greifen und 100m in Radschuhen auf den Dorfplatz sprinten (bei mittlerweile knapp 40°) und vor allem nicht an der Zielzeitnahme (Transponder am Bein) vorbei. Flaschentausch im Gedrängel der Mitteldistanzspitze. SUPER und jetzt das ganze Retoure zum Rad. Blick auf den Pulsmesser 180 bpm . Da schont man sich auf der Strecke für die zweite Runde der Hitzschlacht und dann das!!! Außerdem haben dann noch zwei distanzierte Fahrer meinen 200m Sprint zum passieren genutzt.

Also angefressen mit gebremstem Schaum hinterher. Es hat dann fast 35 km gedauert bis ich die wieder einholen konnte. Immerhin zog das ein wenig nach vorn, unter anderem am späteren Gesamtsieger im Nordhessencup in meiner Klasse vorbei, aber anders wäre mir trotzdem lieber gewesen. Vor allem deshalb, weil mir im Ziel nur 5 min. auf das Podest fehlten. Aber hätte und könnte zählt halt nix. Aber immerhin das PRIMÄRziel erreicht -PODESTPLATZ im Nordhessencup.

 

25.08.2012 // Schierker Endurothon Finale Harz-Cup   

Fahrer: Sonja / Peter

Sonja: 39 km, 1.050 hm – 2. Platz Damen gesamt (2:26:18)
Gesamtwertung Harz-Cup: 1. Platz Damen overall

Aller guten Dinge sind drei

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr gar nicht auf die Gesamtcupwertung der Damen fahren. Erstens weil ich nicht mehr soooo viel fahren und zweitens ich mich in 2012 mal auf andere Events konzentrieren wollte. Jetzt hab´ ich das, was ich eigentlich in den beiden Jahren zuvor anvisiert hatte und mit einem zweiten und dritten Platz nicht geschafft habe fast nebenbei erreicht. Die Gesamtcupwertung der Damen im Harz-Cup. Das, was meiner Sammlung bisher noch abkömmlich war. Manchmal kommt man eben zu etwas wie die Jungfrau zum Kind.

Der Harz-Cup war für mich am Anfang der Saison die Vorbereitung auf die Beskidy-Trophy in Polen. Deshalb direkt auf die langen Strecken, damit die Muskeln gleich Bescheid wissen wo in diesem Jahr der Hammer hängt. Was zu Folge hatte, dass ich ab dem zweiten Rennen in Altenau dann auch schon die Nase vorne hatte. Aber drei Rennen standen ja noch aus in dieser Serie und Clausthal wollte ich nicht fahren, weil wir zu dem Zeitpunkt schon in den Startlöchern für Polen standen. Als wir wiederkamen, hatte sich am Gesamtklassement nichts geändert. Ab da wurde die ganze Sache dann plötzlich interessant für mich. Doch noch einmal die Chance auf den Cup? Das schrie geradezu nach weiter fahren. Gesagt, getan – und nach Braunlage hätte es schon mit dem „Schierker“ Teufel zu gehen müssen, als dass mir der Gesamtsieg noch verloren geht. Dafür war ich natürlich nicht undankbar.

Ich beschloss, mich ein wenig auf meinen Lorbeeren auszuruhen und ging in meinem letzten Rennen der Saison auf die Mittelstrecke, zumal meine rechte Hand über die Saison böse gelitten hatte und die Hardcorevariante in Schierke dies nicht eben besser gemacht hätte. Mit nicht mal zweieinhalb Stunden war das dann auch mein kürzestes Rennen in diesem Jahr, absolut kurzweilig und spaßig. Es waren deutlich mehr Mädels unterwegs als auf den langen Strecken und ich hatte Spaß, mich im direkten Infight zu messen. Der erste Platz mit Telse war vorne raus und dahinter „stritten“ wir uns uns um die nachfolgenden Podestplätze. Die erste Runde gingen die jungen Mädels recht hart an. Ich als Diesel muss da etwas moderater ins Geschehen eingreifen. Realistisch war für mich ein vierter oder fünfter Platz. Da befand ich mich. Also nach hinten sichern und, wenn möglich, nach vorne angreifen. Zu verlieren hatte ich nichts. Ende der ersten Runde konnte ich das in die Tat umsetzen und eingangs der Zweiten im Anstieg hatte sich das schon wieder erledigt. Aber ich blieb dran und früher oder später kam der erste Trail. Eindeutig meine Chance zu überholen und mich abzusetzen. In den technischen Streckenabschnitten war ich besser. Gesagt, getan! Ich blieb vorne. Mitte der letzten Runde konnte ich im Gegenanstieg auf ein weiteres Mädel auffahren, überholen und Hackengas geben was das Zeug hält. Erst im nächsten Trail, war ich meiner Sache wieder sicher. Von hier aus konnte man laufen lassen bis zur Stadtschleife und dem harten, kurzen Anstieg beim „König“. Da noch drüber ekeln und ich hatte fertig. Zweiter Platz! Das hat mich echt gefreut. Zweieinhalb Stunden Rennfeeling pur und eine bessere Platzierung als ich mir ausgerechnet hatte. Außerdem den Sieg im Gesamtcup. Was will man mehr?

Schierke ist in diesem Jahr auch unser Rennabschluss. Ein schöner wie ich finde nicht zuletzt deswegen, weil Peter es auch ein weiteres Mal auf´s Podium geschafft hat.

Peter: 69 km, 2400 hm – 3. Platz Senioren (4:16:02)
Gesamtwertung Harz-Cup: 5. Platz Senioren

Klappe : Die Letzte

Schierker Endurothon, eigentlich der Innbegriff für Mountainbiking im Renntempo. Aber nach dieser zwiespältigen Saison, schöne Rennen ( Beskidy) und viel nervigen Kleinkram bei teils beschissenem Wetter, hoffte ich doch auf einen versöhnlichen Saisonabschluss mit einem zufrieden stellendem Ergebnis. Denn nach der Flaschenpanne von Zierenberg, mit dem um nur 5 min. verpasstem Podest, hoffte ich diesmal auf etwas mehr Fortune.

Nach den 38° von Zierenberg hatten wir nun nicht mal die Hälfte und dazu noch feucht. Aber im Verhältnis zum letzten Jahr doch eigentlich super Bedingungen für den HARZ. Außerdem war es die erste Nennung mit/by „ Prowell Team Harzblut“ Bewerbung.

So ging es dann an die Startlinie und mit fast 20 min. Verspätung, „Kutschfahrt auf der Rennstrecke“, in die Einführungsrunde. Carsten Eggeling, Dritter der Master Gesamtwertung, neben mir. Einer der Fahrer, die ich heute ein letztes Mal hinter mir lassen wollte. Denn für die Gesamtwertung war der Zug nach drei Rennen mit technischem Defekt ( Reifen) oder körperlichen Unstimmigkeiten (Tachiokardie) abgefahren. Also zählte es heute umso mehr, problemlos ins Ziel zu kommen. Hinter 4 bis 5 Fahrern auf den ersten Kanonenschottersingeltrail zu und kurz vor der Einfahrt, haste was kannste, an ihnen vorbei und durch den Trail. Ausfahrt, da war nur noch einer hinter mir und der nicht meine AK. Das ließ sich doch gut an.

Kurz darauf geht es dann ja in den Bergaufwurzeltrail. Da kamen dann zwei Youngster vorbei, aber ab da war es dann ein ruhiges eher einsames Rennen. Wurmbergtrail : letztes Jahr noch mit Überschlag, war er diesmal doch recht einfach zu fahren. Ein Verdienst der neuen Sitzergonomie denke ich.

Dann ging es in die zweite Runde und in der zweiten Bergabfahrt kam mir Oliver Gaedicke (Rapiro Racing Gesamtsieger 2011) entgegengeschoben. Reifenschaden. Scheiße. Doch des einen Pech des anderen Vorteil. Denn somit war einer der Podestkandidaten raus. Die zweite Runde verging dann auch völlig ereignislos und die letzte Rennrunde der Saison 2012 begann. Auf der zweiten Wurzelabfahrt, oberhalb der Scharfensteinklippen (so heißen die hoffentlich) gab es dann doch noch den obligatorischen Schierkesturz. An der das Vorderrad führenden Wurzel knapp vorbei und schön auf dem Hintern gelandet. „Echt Scheiße hier das letzte Stück“, O-Ton Streckenposten. Wieder rauf aufs Rad denn wer weiß wo der Eggeling und die anderen sind. Rauf zum Wurmberg und da kommt doch noch einer von hinten und fährt vorbei. Nun ja, alles was noch geht hinterher und nach 50 m Bergab hab ich ihn wieder, keine Platzierungskonkurrenz aber man ist ja ergeizig. Also vorbei und alles was geht bergab. Letzte Stadtschleife Blick zurück „nix da“, schon schön, also locker und flowig die letzte Abfahrt und ein finales Mal über die Brücke zum Ziel.

Wie Final das war hörte ich am Abend. Streckenänderungen für 2013, weil Eistadionrenovierung ansteht. Ah ja, mal sehen was 2013 überhaupt Renn-Harz-Alterklassenmäßig ansteht. Appropo AK: DRITTER bin ich geworden in einer super Zeit für mich, wenn man bedenkt, das ich fast das ganze Rennen als Einzelzeitfahren bestritten habe. Ein versöhnliches weil wirklich zufrieden stellendes Saisonfinale 2012.

So jetzt ist erstmal Pause. Dann geht es zum Grenzgänger am 04.11. Nach SONDERSHAUSEN. Da schauen wir mal wonach mir denn in 2013 der Sinn stehen könnte.

 

Abschluss 2012   

Früh ist sie beendet die Saison 2012. Fast zu früh auf der einen Seite, eben anders als sonst, wo es bis in den Oktober hinein ging. Alles schien in diesem Jahr deutlich kompakter. Die ersten Rennen, eher der Vorbereitung dienlich, im Hinblick auf den Juni. Geballte Ladung dann, Beskidy-Trophy, Hero, Braunlage, nahezu in einem Stück. Danach erst mal durchatmen, sortieren, die Spannung wieder aufbauen für die Finalrennen vom Nordhessen- und Harz-Cup.

Die Bedingungen waren äußerst durchwachsen. Von Temperaturen im einstelligen Bereich, Regen und Schlamm bis zum Haaransatz bis hin zu fast 40° und Staublunge, war alles vertreten und das nicht selten von einem Rennwochenende zum nächsten. Das zerrt an den verfügbaren Ressourcen von Mann, Frau und Arbeitsgerät. Insofern war jetzt auch schon die Luft etwas raus. Peter hatte mehr als einmal Pech mit Platten etc. zu Beginn der Saison und verlor wertvolle Punkte für die Endabrechnung im Harz-Cup. Rein vom Leistungsvermögen war da deutlich mehr drin. Wobei ein Fünfter aller Ehren wert ist, erst recht unter den Bedingungen. Sonja wollte in diesem Jahr ihr Hauptaugenmerk eher auf´s Fahren an sich legen. Das dabei noch so viele gute Platzierungen herausgekommen sind, ist natürlich mega geil. Besonders die Gesamtwertung im Harz-Cup. Das, was noch fehlte, um sich getrost zurück zu lehnen. Peter hat noch Pläne, Sonja nimmt es für das nächste Jahr wie es kommt und passt, mal sehen!

Ganz neu ist unsere Fusion mit dem Prowell Team Harzblut. Das Team gibt es schone eine ganze Weile. Neu ist die Vereinsgründung. Über eine passende Namensgebung müssen wir noch etwas nachdenken, schließlich wollen wir uns und den anderen gerecht werden, denn das Excelsior bleibt nach wie vor bestehen. Dazu gibt es dann aktuelle Infos im Blog. Spätestens aber zu Beginn der neuen Saison.

Allen, die wieder mit uns dabei waren, geholfen und uns unterstützt haben, vielen herzlichen Dank. Insbesondere auch Winfried für den Pressespiegel in der NOZ. Jetzt weiß der ein oder andere mehr in Osnabrück, dass es Mountainbikes gibt und was man damit machen kann.